Autor: Siegfried Dienel


Am 1. Mai 2026 hat der DGB als Organisator der Mai-Feier in Stralsund doch etwas Lobenswertes auf dem Alten Markt angeschoben. Als Tag der Arbeit hatte es eine lange Tradition, sich dort für die Rechte der arbeitenden Mehrheit in Deutschland einzusetzen.
Das taten die Redner dann auch. Doch als Mitglied des Stralsunder Friedens-bündnisses fiel mir auf, dass man vielleicht einen Fehler macht, wenn man den Kampf für den Erhalt der Arbeitsplätze in den Vordergrund stellt, dabei aber nichts über den massierten Ausbau der Rüstungsproduktion sagt. Hatten wir das nicht schon in der deutschen Geschichte? Autobahnbau und so, obwohl kaum ein Bürger einen eigenen Wagen besaß.
Doch zum Glück gab es 2 Stände auf dem Platz, die auf diesen Fehler hinwiesen. Einer war von der DKP und der andere gehörte dem Stralsunder Friedensbündnis. Beide hatten mit eigener Initiative sich einen Platz an diesem Tag erkämpft. Gegen den Widerstand des aus Neubrandenburg organisierenden DGB. Es gelang über die örtlichen Organe noch 2 Stellplätze „ganz regulär“ zu erhalten. Doch diese waren nicht gerade in „zentraler Lage“. An den Rand gedrängt, wäre da noch ein milder Ausdruck. Hätte man es damit nicht bewenden können. Vertreter meiner eigenen Partei, DER LINKEN, schickten sogar „Emissäre“, die dann gleich noch einen Polizisten an unseren Stand mitbrachten, um uns von dort zu vertreiben. Angeblich hätten wir da nicht sein dürfen.
Peinlich nur war, dass der Polizist bestätigte, dass alles seinen genehmigten Gang gingeund die Anmeldung ordnungsgemäß erfolgt sei. Welch eine Blamage!
Dass auch noch die Stadtvorsitzende der LINKEN an unseren Plakaten herumkrittelte, war kaum noch zu überbieten. Statt sich mit den „Friedens-bewegten“ solidarisch zu zeigen, begegnete man ihnen wie Aussätzigen. Um sowohl den Zuspruch zum Friedensbündnis als auch die kritisierten Losungen zu zeigen, die weithin zu sehen waren, haben wir Bilder eingefügt. Übrigens erhielt das BSW ebenfalls keine Platzgenehmigung. Sie hatten „nicht rechtzeitig“ den Antrag dazu gestellt. Die Kreisvorsitzende, Frau Prof. Dr. Christine Wahmkow, und ihr Mann Dr. Volker Wahmkow zog es zu den mit einer Weste gut kenntlich gemachten Mitgliedern des Stralsunder Friedensbündnisses, denn wie die DKP hatte das BSW auch Mitglieder in diesem Verein. Und dass diese genau wie die Mitglieder DER LINKEN sehr aktiv mitarbeiteten, kann ich nur bestätigen. Der Unterschied besteht nur darin, dass der Kreisvorstand meiner Partei
die Empfehlung aussprach, nicht mit dem Friedensbündnis zusammen zu arbeiten. Die Begründung kann im Internet nachgelesen werden. Dass damit diese Funktionäre gegen das eigene Programm verstoßen, muss wohl nicht erwähnt werden.