Stralsund, 6. August 2026 – Unter dem eindringlichen Motto „Im nächsten Krieg werden die Überlebenden die Toten beneiden“ erinnerte das Stralsunder Friedensbündnis am heutigen Hiroshima-Tag an die Opfer des Atombombenabwurfs vor 81 Jahren. Bei einer Kundgebung am Apollonienmarkt zitierten die Rednerinnen und Redner den Aufruf der „Mayors for Peace“ – so auch Frau Dr. Cornelia Nenz, die in ihrem Beitrag die bleibende Verantwortung für den Frieden betonte.
Das Bündnis begrüßte ausdrücklich die Mitgliedschaft von Stralsunds Bürgermeister in der weltweiten Vereinigung der „Bürgermeister für den Frieden“. Zwei Stunden lang bestimmten lautstarkes Glockengeläut, Friedenslieder und eindringliche Redebeiträge das Geschehen in der Stralsunder Einkaufsstraße. Passantinnen und Passanten blieben stehen, lauschten oder tauschten sich aus – manche bekannten: „Ich hatte gar nicht mehr an den Hiroshima-Tag gedacht.“
Die vorgetragenen Forderungen des Bündnisses stießen überwiegend auf Zustimmung oder regten zum Nachdenken an. Im Mittelpunkt standen der Appell „Keine Rüstungsindustrie in Stralsund“ sowie die Forderung nach einer spürbaren Kürzung der Militärausgaben. Die Redebeiträge machten deutlich, dass Friedensarbeit vor Ort beginnt und konkrete Zeichen setzen muss.
Die Veranstalter zeigten sich mit dem Verlauf der Kundgebung sehr zufrieden. Bereits beim Abbau der Technik wurde deutlich: Die nächste Friedensaktion wird bereits geplant.
